In der Schwerindustrie und insbesondere in der Prozessindustrie (Energie, Chemie, Versorgungswirtschaft) ist es besser, ganz auf die digitale Transformation zu verzichten, als digitale Initiativen zu starten, die keinen Bezug zur Praxis vor Ort haben.
Die Leiter von Industriestandorten stellen uns regelmäßig die Frage: „Können wir uns auf unser bestehendes Informationssystem stützen?“… Noch bevor sie sich Gedanken darüber machen, ob das derzeitige Informationssystem die Realität vor Ort wirklich genau widerspiegelt.
Unter den zahlreichen Fehlern, die bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten begangen werden, nimmt dieser einen prominenten Platz ein.
Er führt häufig zu technischen und finanziellen Misserfolgen und bindet zudem über einen langen Zeitraum hinweg erhebliche Ressourcen.
Dieses Symptom ist in Branchen, die komplexe Standorte betreiben, umso schädlicher.
Eine Anlage, die seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb ist, hat im Laufe ihres Lebens zahlreiche Änderungen erfahren. Änderungen, die angesichts der Vielzahl der Beteiligten vor Ort höchstwahrscheinlich nicht alle erfasst wurden, was zu einem erheblichen Qualitätsverlust der Informationen über den Standort führt.
Die im Informationssystem „wie dokumentiert“ gespeicherten Informationen stellen zwangsläufig ein von der Realität am Standort losgelöstes Bild dar.
Wenn sich digitale Initiativen daher im Wesentlichen auf diese „dokumentierten“ Informationen stützen, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Vertrauen der Nutzer in das Informationssystem kurzfristig untergraben wird.
Um solche Misserfolge zu vermeiden, ist es für die Industrie von grundlegender Bedeutung, ihre digitale Roadmap auf einem „Rückgrat“ aufzubauen, das die Brücke zwischen dem Informationssystem und der Praxis schlägt. Technologien zur Realitätserfassung wie Lidar oder Photogrammetrie sind hervorragende Hilfsmittel, um dieses Fundament zu schaffen.
Welche bewährten Verfahren würden Sie empfehlen, um das Informationssystem mit der Realität vor Ort in Einklang zu halten?




