Overkill BIM?

Nachdem wir diese Woche an der BIM World teilgenommen haben, möchten wir einige Gedanken zum Nutzen und zu den Grenzen des Einsatzes von 3D-CAD- oder 3D-BIM-Modellen für das Management von in Betrieb befindlichen Anlagen teilen. Alle, mit denen wir während der Messe gesprochen haben, waren sich darin einig.

3D-CAD- und 3D-BIM-Modelle sind nützlich für Neubauprojekte oder zur Umgestaltung bestehender Anlagen, egal ob es sich um Gebäude, Infrastruktur oder Industriestandorte handelt.

Aber ist dies eine realistische Option für die Verwaltung von Betriebsstätten, oder ist dieser Ansatz „übertrieben“? 3D-Punktwolken, die direkt vor Ort von Außendienstmitarbeitern erfasst werden, können eine zuverlässigere und kostengünstigere Option sein, um Bestandsmodelle zu erstellen und diese auf dem neuesten Stand zu halten. Hier sind die Gründe dafür.

3D point clouds

Ein häufiges Problem ist es, im Betrieb aufgrund unklarer Informationen auf der Grundlage eines falschen Systems zu handeln. Leider ist es die Regel, dass technische Informationen nach einer Änderung nicht aktualisiert werden, was zu einer immer größer werdenden Diskrepanz zwischen dem dokumentierten Zustand einer Anlage und ihrem tatsächlichen Ist-Zustand führt.

In den letzten Jahren hat sich ein neuer Trend herausgebildet, 3D-CAD- oder 3D-BIM-Modelle über die Projektphase hinaus zu nutzen: während des Betriebs. Auf der BIM World präsentierten viele Aussteller 3D-CAD- oder 3D-BIM-Modelle, um Informationen auf intuitive Weise für jedermann zugänglich zu machen.

Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte, dann sagt 3D sicherlich noch mehr. Es ist eine äußerst effektive Methode, um Informationen zu vermitteln. Dies sollte keine Überraschung sein, da viele Studien auf die Kraft der visuellen Wahrnehmung hinweisen:

  • 90 % der vom Gehirn verarbeiteten Informationen sind visueller Natur.
  • Das menschliche Gehirn benötigt nur 13 Millisekunden, um ein Bild zu verarbeiten.
  • Das menschliche Gehirn verarbeitet Bilder 60.000 Mal schneller als Text.
  • Wenn Menschen Informationen hören, erinnern sie sich drei Tage später wahrscheinlich nur noch an 10 % dieser Informationen. Wird diese Information jedoch mit einem passenden Bild kombiniert, behalten die Menschen drei Tage später 65 % der Informationen im Gedächtnis.

Die Positionierung von 3D als Medium wird daher als Lösung für den schlechten Zugang zu Informationen durch das Betriebspersonal angesehen, insbesondere für den Mangel an Rückmeldungen, die das Wartungspersonal über seine Tätigkeiten vor Ort liefert (wer füllt schon gerne Papier- oder digitale Formulare aus?).

3D ist also definitiv eine gute Idee, um Wartungs- oder Inspektionspersonal dabei zu helfen, besser vorbereitet zu sein, bevor es tätig wird, und um es zu ermutigen, den Informationskreislauf zu seinem eigenen Vorteil zu schließen.

Aber sind 3D-CAD oder 3D-BIM die richtige Antwort? Vielleicht nicht, denn auch diese 3D-Modelle werden nicht aktualisiert! Der Kreislauf zwischen dem Außendienstpersonal und dem 3D-Modell ist langwierig und kostspielig. Überzeugen Sie sich selbst:

The value and limitation of using 3D CAD or 3D BIM models to manage facilities in operation

Wie nutzt man also die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit des Gehirns, ohne unter einer langen Befehlskette zwischen der Arbeit vor Ort und der Aktualisierung des 3D-Modells zu leiden?

Ganz einfach durch die Verwendung einer objektorientierten 3D-Punktwolke, die aus der Realität vor Ort erfasst wurde, anstatt eines theoretischen 3D-CAD- oder 3D-BIM-Modells, das fast sofort veraltet ist.

„Eine objektorientierte 3D-Punktwolke“

Statische und mobile Lidar-Scanner sowie Photogrammetrie-Software sind mittlerweile Standard. Die Erfassung einer 3D-Punktwolke ist schnell, zuverlässig und erschwinglich. Die automatische Segmentierung von Punktwolken in Objekte, die Informationen auf Geräteebene tragen können, ist das Herzstück der patentierten Technologie von Samp.

Objekte, die automatisch von der KI von Samp erstellt werden, lassen sich leicht ausblenden, gruppieren und mit einer Anlagen-ID oder einem Bereichsnamen versehen, sodass sie über das 3D-Streaming-Portal für jeden suchbar werden. Die wissenschaftliche Arbeit von Samp unterstützt die Nutzer zusätzlich, indem sie ihnen hilft, diese 3D-Bestandsobjekte ihren dokumentierten P&ID-Tags zuzuordnen.

Samp's Shared Reality solution

Dies eröffnet die Möglichkeit, die vor Ort erfassten 3D-Daten zu nutzen, um das Modell auf dem neuesten Stand zu halten. Ohne Neumodellierung, weder manuell noch automatisch. Es ist möglich, es ist einfach, es ist zuverlässig. Die Idee ist, sich vom „Scan-to-BIM“-Konzept zu lösen und sich auf „Scan-to-Value“ zu konzentrieren.

„Abkehr von Scan-to-BIM“

Da Außendienstmitarbeiter heute vor Ort digitale Geräte nutzen, können sie nach Abschluss der Arbeiten innerhalb von Sekunden Fotos der Arbeitsfläche aufnehmen. Nach dem Hochladen werden diese Bilder automatisch in eine lokale Punktwolke umgewandelt, die die bisherigen Anlagen im 3D-Punktwolkenmodell der Anlage im Ist-Zustand ersetzt.

Overkill Bim

Mit anderen Worten: Samp ermöglicht es, ein theoretisches und „schnell veraltendes“ 3D-CAD- oder 3D-BIM-Modell durch eine aktuelle, zuverlässige 3D-Punktwolke zu ersetzen, die direkt vor Ort erfasst wurde. Dank eines extrem einfachen und sehr kurzen Self-Service-Aktualisierungszyklus – vom Außendienstmitarbeiter bis zum Gesamtmodell der Baustelle – bleibt das Modell „immer auf dem neuesten Stand“.

„Selbstbedienung“

Als Nebeneffekt bieten farbige Punktwolken eine hervorragende Visualisierung und Benutzererfahrung bei der Navigation. Ihr Hauptvorteil besteht darin, dass sie Panoramafotos oder Netzmodelle überflüssig machen, wodurch das Hosten redundanter – und oft inkonsistenter – Darstellungen der Anlage vermieden wird.

Overkill Bim

Daher ist 3D-CAD oder 3D-BIM, so reichhaltig und präzise es auch sein mag, für reale Anwendungsfälle an Betriebsstandorten wahrscheinlich „überdimensioniert“. Ein einfacherer und effektiverer Ansatz ist die Verwendung eines kurzen Zyklus, in dem Inspektions- oder Wartungsteams das täglich genutzte 3D-Modell leicht selbst aktualisieren können.

Nur so können Nutzer darauf vertrauen, dass das 3D-Modell der tatsächlichen Realität entspricht. Tag für Tag.

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