Digitale Zwillinge und der Übergang zu einem umweltfreundlicheren und sichereren Industriesektor

In einem Interview mit der „Silicon Republic“-Journalistin Laura Varley sprach Shivani Shah, CTO und Mitbegründerin von Samp, über ihren Werdegang von der KI-Forschung bis hin zur industriellen Innovation. Die gebürtige Inderin absolvierte in Frankreich einen Masterstudiengang in KI und maschinellem Lernen, gefolgt von einer Promotion bei der französischen Atomforschungsbehörde. Ihre Fachkenntnisse in den Bereichen Big Data und maschinelles Lernen veranlassten sie dazu, einen bahnbrechenden Ansatz zur Verarbeitung großer Datensätze zu entwickeln. Sie erkannte jedoch, dass ihre Leidenschaft darin lag, reale Herausforderungen mit KI zu lösen, was sie dazu veranlasste, gemeinsam mit Laurent Bourgouin Samp zu gründen.

Ihre Vision wurde von der Notwendigkeit getrieben, veraltete Industriestandorte zu modernisieren, die mit veralteter Dokumentation und Datenlücken zu kämpfen hatten. Shah erkannte das Potenzial von KI und 3D-Technologie, diese Lücke zu schließen, indem sie die automatische Generierung intelligenter digitaler Zwillinge aus 3D-Scans ermöglichte. Die Shared-Reality-Lösung von Samp integriert diese KI-gesteuerten Modelle mit technischen Bauplänen und Echtzeitdaten und schafft so einen kollaborativen digitalen Arbeitsbereich, der Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit verbessert.

Shivani erklärte, dass digitale Zwillinge nicht nur eine Technologie, sondern ein strategisches Rahmenwerk sind, das KI, Reality Capture und fortschrittliche Web-Tools zusammenführt, um eine kontinuierlich aktualisierte, interaktive Ansicht von Industrieanlagen zu bieten. Sie betonte, wie dies der Industrie beim Übergang zu Netto-Null-Zielen helfen kann, indem es den Betrieb optimiert, die Energieeffizienz verbessert und eine nachhaltige Entscheidungsfindung unterstützt.

Samp CTO and co-founder, Shivani Shah

Über die Nachhaltigkeit hinaus spielt Shared Reality auch eine entscheidende Rolle für die Sicherheit. Shivani betonte, dass ungenaue technische Dokumentationen zu ernsthaften Risiken führen können, während KI-gestützte Modelle es Teams ermöglichen, Wartungsprozesse wie „Lockout-Tagout“ digital zu simulieren und so das Risiko menschlicher Fehler zu verringern. Dieser proaktive Ansatz sorgt für einen sichereren Betrieb und minimiert Ausfallzeiten.

Angesichts der zunehmenden KI-Innovationen wies Shivani auf die steigenden Investitionen der EU in KI-gesteuerte industrielle Lösungen hin, um Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu verbessern. Sie prognostizierte, dass Industrieanlagen bald vollständig datengesteuert sein werden und KI für vorausschauende Wartung, Echtzeitüberwachung und intelligentere Entscheidungsfindung nutzen werden. Angesichts der Weiterentwicklung der Branche betonte sie, wie wichtig es ist, moderne digitale Werkzeuge einzusetzen, um sicherere, effizientere und zukunftsfähige industrielle Umgebungen zu schaffen.

Das vollständige Interview, das am 19. Februar 2025 von Laura Varley veröffentlicht wurde, finden Sie auf der Website von Silicon Republic.

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