Umstrukturierungen stehen an, da sich die EU für eine Umstellung auf industriellen Wasserstoff einsetzt

In diesem Monat kündigte die Europäische Kommission an, dass sie Differenzkontrakte für CO₂-Einsparungen (CCfD) für grünen Wasserstoff einführen werde, „um eine vollständige Umstellung der bestehenden Wasserstoffproduktion in industriellen Prozessen von Erdgas auf erneuerbare Energien sowie den Übergang zu wasserstoffbasierten Produktionsprozessen in neuen Industriezweigen wie der Stahlherstellung zu unterstützen“.

Wie in unserem vorherigen Artikel „Earth Day bedeutet auch eine schnellere Modernisierung von Industriestandorten“ hervorgehoben, wird dies zu einer erheblichen Beschleunigung der Modernisierung in der Chemie-, Raffinerie- und Stahlindustrie sowie bei der Infrastruktur für Gastransport und -speicherung führen. Und möglicherweise auch im Nuklearbereich.

Der neue REPowerEU-Plan sieht vor, dass bis 2030 in der EU 10 Mio. Tonnen grüner Wasserstoff produziert und weitere 10 Mio. Tonnen importiert werden sollen. Für diese 20 Mio. Tonnen wären etwa 600 GW an neuen Wind- und Solarstromkapazitäten sowie 200 GW an Elektrolyseuren erforderlich

up-to-date industrial technical data

Zur Erinnerung: Die weltweite Wasserstoffproduktion liegt derzeit bei etwa 100 Mio. Tonnen pro Jahr, wovon der größte Teil zur Herstellung von Ammoniak verwendet wird, einem wichtigen Vorprodukt für Düngemittel. Ein weiterer bedeutender Anteil wird zur Entschwefelung in Raffinerieprozessen genutzt.

Obwohl der europäische Plan keinen genauen Zeitplan für den Ausbau bis 2030 vorgibt, ist er dennoch ehrgeizig, und die Zielwerte liegen in der richtigen Größenordnung.

Dieser Plan konzentriert sich in erster Linie auf schwer zu dekarbonisierende Sektoren, da mehr als zwei Drittel des geplanten Wasserstoffs für industrielle Anwendungen genutzt werden sollen:

  • Chemiesektor
  • Raffinerie
  • Stahlherstellung
  • Industrielle Wärme

Die Europäische Kommission betont zudem die Notwendigkeit umfangreicher Arbeiten an technischen Wasserstoffnormen und die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für die Wasserstoffinfrastruktur, um sicherzustellen, dass die erforderlichen Projekte so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Mehrere Projekte sind bereits angelaufen, sei es im Pilotmaßstab wie die Umrüstung der Ammoniakwerke von Yara in Norwegen und Australien oder umfassende industrielle Modernisierungen wie im Werk von ArcelorMittal in Sestao, Spanien.

Samp.ai: Several projects have already started, whether on a pilot scale like the transformations of Yara's ammonia plants in Norway and Australia, or complete industrial upgrades like ArcelorMittal's Sestao plant in Spain.

Samp.ai: ArcelorMittal Sestao to become the world's first full-scale zero carbon-emissions steel plant

Der Raffineriesektor, der bereits im letzten Jahrzehnt erhebliche Modernisierungen zur Biokraftstoffproduktion in Angriff genommen hat, beschleunigt ebenfalls weltweit seine Investitionen in grünen Wasserstoff.

Samp.ai: German refineries kick off complex green hydrogen switch

Samp.ai: Refinery news roundup: Hydrogen projects in focus in Asia-Pacific

REPowerEU betont zudem, dass Stromerzeugungsanlagen grünen Wasserstoff nur nach dem „Zusätzlichkeitsprinzip“ produzieren dürfen. Dadurch wird das Risiko vermieden, dass Investitionen in erneuerbare Energien von der Energiewende abgezogen werden.

Derzeit scheint die Tür für die Kernenergie offen zu bleiben, wie es im Plan heißt: „Andere Formen von fossilfreiem Wasserstoff, insbesondere aus Kernenergie, spielen ebenfalls eine Rolle bei der Substitution von Erdgas“. Dennoch ist noch unklar, ob die Kernenergie in die grüne Taxonomie der EU aufgenommen wird.

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Quelle: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_22_3131

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